Photovoltaik
20.09.2016

Wachstum bei Solarfassaden

Foto: iStock.com / Daniel Schönen
Gebäudeintegrierte PV-Module ersetzen herkömmliche Glasfassaden.

Dreieckig, gebogen oder durchsichtig: Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Module erlauben individuelle Variationen. Wegen der steigenden Nachfrage hat der Schweizer Hersteller Megasol nun eine der größten Fabriken Europas eingeweiht.

 

Anzeige*

Wachstumsmeldungen sind im europäischen Solarmarkt seit einigen Jahren keine Selbstverständlichkeit mehr. Normale Photovoltaik-Module werden inzwischen überwiegend in Asien produziert. Da lässt eine Meldung aus der Schweiz aufhorchen: Das Unternehmen Megasol hat seine neue Produktionsstätte in Deitingen südlich von Basel eingeweiht und die jährliche Kapazität auf 80 Megawatt verdoppelt.

"Eine so große Fabrik zeigt, dass gebäudeintegrierte Photovoltaik in der Schweiz im Aufwind ist, denn die Schweiz macht ernst mit Nullenergiegebäuden", sagt Tilmann Kuhn vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) im badischen Freiburg. Die Schweizer Kantone diskutieren derzeit, Null- oder Plusenergiehäuser nach 2020 zum Standard zu machen. Aber auch weltweit steigt die Nachfrage nach neuartigen Modulen, aus denen sich komplette Fassaden oder Dächer errichten lassen.

 

Bürotürme mit Glashaut

Das Marktforschungsinstitut N-Tech Research erwartet, dass der weltweite Markt für gebäudeintegrierte Photovoltaik bis 2022 von 4 auf rund 27 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Wegen der steigenden Nachfrage hat der deutsche Hersteller Sunovation bereits Ende vergangenen Jahres eine neue Produktionsstätte in Aschaffenburg in Betrieb genommen.

Gebäudeintegrierbare Modulen sind besonders flexibel einsetzbar. Sie können in unterschiedlichen Größen und Formen hergestellt werden, beispielsweise als Dreiecke oder gebogen. Sie können außerdem durchscheinend oder mit verschiedenen Hintergrundfarben produziert werden.

Wegen der hohen Kosten sind sie allerdings in der Regel nur für hochpreisige Bürogebäude wirtschaftlich. Wenn für ein Gebäude ohnehin eine Glasfassade vorgesehen ist, können sich gebäudeintegrierte Module innerhalb von zehn Jahren rechnen, sagt ISE-Forscher Kuhn.

Manuel Berkel
Keywords:
BIPV | Photovoltaik | Gebäudeintegrierte Photovoltaik | Megasol | Sunovation
Ressorts:

Neuen Kommentar schreiben

 

bizz energy Juni 2017

Die neue bizz energy gibt es ab dem 30.05.2017 am Kiosk oder bei unserem Abonnentenservice unter bizzenergy@pressup.de.

 
 

bizz energy Research

Individuell zugeschnittene Studien
und differenzierte Analysen sowie
kurze Reports.


Aktuelle Angebote:
» Jetzt anmelden zur 3. Runde unserer Ausschreibungssimulation Wind Onshore
» Zum Kostenbenchmarking Wind Onshore


MEHR INFORMATIONEN HIER

Film ab! Energiewende in 25 Sek.
Was würde Goethe
zur Energiewende sagen?

Mit dieser Frage startet bizz energy einen Aufruf, originelle Kurzvideos zu
aktuellen Themen der Energiewende zu drehen.

MEHR INFORMATIONEN HIER

 
 

bizz energy Veranstaltungen