Energiemarkt USA
18.07.2017

US-Wind- und Solarverbände wehren sich gegen Trump mit Kampagne

Foto: Flickr/Duke Energy
Fachkräfte nach dem Aufstellen einer Siemens-Windkraftanlage im US-Bundesstaat Wyoming.

Die Branche der erneuerbaren Energien in den USA kontert die Ablehnung durch die Trump-Regierung mit einer PR-Kampagne. Ihr stärkstes Argument: Zehntausende von Jobs.

Donald Trump hat die „Made in America“-Woche ausgerufen und symbolisch 50 Produkte aus 50 US-Bundesstaaten angepriesen. Aber auf der exklusiven Liste des US-Präsidenten findet sich kein einziger Hersteller aus dem Sektor der erneuerbaren Energien. Trump macht aus seiner Skepsis gegenüber der Branche keinen Hehl.

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Zielgruppen: die Trump-Regierung und Arbeitslose

Um gegenzuhalten, haben ihre Unternehmen und Interessenverbände vor wenigen Tagen die "Renewable Energy Jobs Communication Campaign" gestartet. Damit zielen sie auf die Klimaskeptiker und Kohleenergiebefürworter in der Regierung Trump, aber auch auf die von Arbeitslosigkeit geplagten Kohle- und Stahl- Bundesstaaten an der Ostküste -  auf den sogenannten Rust Belt. Zu den Unterzeichnern der Kampagne zählen unter anderem die American Wind Energy Association (AWEA), Solar Energy Industries Association (SEIA), Wind Energy Foundation (WEF) und Solarenergiespezialist NEXTracker. Auf mehr als zwei Dutzend Großveranstaltungen wollen sie auf die Bedeutung der Wind- und Solarenergie für den Arbeitsmarkt hinweisen. (Lesen Sie auch: US-Windustrie – Kampf um die Lufthoheit)

Windenergie-Verband verspricht 50.000 neue Jobs

Präsident Donald Trump hatte Ende Juni seine Energie-Strategie vorgelegt, der zufolge Amerika durch Ausbeutung seiner Kohle-, Öl- und Gasvorkommen zu einer Energie-Super-Power entwickelt werden soll. Trump verspricht sich davon vor allem neue Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen.

Bei den Unternehmen im Sektor der Erneuerbaren klingeln die Alarmglocken seitdem noch lauter. Tom Kiernan, der Chef der American Wind Energy Association (AWEA), erwiderte darauf: "Die Entfesselung der amerikanischen Windenergie lässt ländliche Gemeinden und jene des Rust Belt aufleben, finanziert neue Schulen, repariert Straßen, verbessert die öffentlichen Einrichtungen und schafft gut bezahlte Jobs." Der Ausbau der Windenergie würde bis zum Ende der vierjährigen Legislaturperiode von Präsident Trump fast 50.000 neue Jobs schaffen, argumentiert Kiernan.

Unternehmen wie der Photovoltaik-Anbieter NEXTracker greifen nun ihrerseits Trumps’ Wachstumsstrategie an. NEXTracker hat in diesen Tagen ein Firmenvideo live geschaltet, das zeigen soll, wie die Erneuerbaren den geplagten Kohle- und Stahlregionen neue Perspektiven und Jobs geben. Sein Titel: "A West Virgina Solar Story"

Thomas Bauer
Keywords:
AWEA | Donald Trump | Windenergie | Solarenergie | USA | NEXTracker
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