England
23.02.2016

UK-Studie: Ohne CCS sind Klimaschutzziele gefährdet

foto: wikipedia

Ohne Abscheidung und Speicherung von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid müsse die Verbrennung von Gas bis 2050 fast komplett eingestellt werden, so das Fazit des UK Energy Research Centre.

 

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Großbritannien muss bis Mitte des Jahrhunderts fast alle Gaskraftwerke abschalten, um seine Klimaschutzziele zu erreichen. Ohne CCS, der Abscheidung und unterirdischen Speicherung von klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid, sei eine Reduzierung der Treibhausgase um 80 Prozent bis 2050 sonst nicht zu erreichen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus einer am heutigen Dienstag veröffentlichten Studie des UK Energy Research Centre (UKERC).

Darin heißt es: Gas könne nur bis 2020 eine Rolle als Energieträger spielen. Mittelfristig sei der fossile Brennstoff nicht geeignet, weil die Briten bereits einen Großteil des Dekarbonisierungspotenzials im Stromsektor umgesetzt hätten.

Die Regierung in London will bis 2050 den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 80 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 senken. Im Vergleich zu Kohle und Öl ist Gas ein klimafreundlicher Energieträger – aber hinsichtlich der Klimabilanz nicht wettbewerbsfähig mit Erneuerbaren oder Kernkraftwerken.

Ohne die Möglichkeit zur Speicherung des bei der Gasverbrennung entstehenden Kohlenstoffdioxids (CCS) werden Investoren nicht in neue Kraftwerke investieren, so die Studie. Premierminister George Osborne hatte kürzlich die Forschungsgelder zur Entwicklung der CCS-Technologie gestrichen.

UKERC-Chef Jim Watson fordert deshalb:„Die Regierung muss mehr Geld auf den Tisch legen, um emissionsarme Gaskraftwerke zu bauen.“ Der Kapazitätsmarkt allein werde es nicht richten. Mit diesem 2014 eingeführten System wollen die Briten den Bau neuer Erzeugungskapazitäten anregen. Noch bringt das System nicht die gewünschten Erfolge. 

Redaktion
Keywords:
UK | Gaskraftwerke | Studie | UK Energy Research Centre | CCS | Erdgas | Klimaschutzziele
Ressorts:
Governance | Markets

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