Klima
28.02.2017

Trump könnte Umweltschutz-Budget drastisch beschneiden

Foto: EPA

Berichten zufolge plant der US-Präsident, die Ausgaben um zwei Milliarden Dollar zu reduzieren. Im Gegenzug sollen die Aufwendungen für Rüstung erhöht werden.

Es sind keine guten Nachrichten für die US-Umweltbehörde: US-Präsident Donald Trump will Berichten zufolge das Budget der Environmental Protection Agency (EPA) um rund ein Viertel beschneiden. Damit würde die Behörde in Zukunft über zwei Milliarden US-Dollar im Jahr weniger verfügen als bisher. Folge des neuen Budgets von 6,1 Milliarden Dollar wäre, dass 20 Prozent der derzeit 15.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden.

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Erwartet wird, dass Trump eine ganze Reihe von Ausgaben in den Rüstungsetat umleitet.  Davon könnte auch das Außenministerium betroffen sein, berichtet das US-Portal ClimateHome. Das Ministerium hatte unter Barack Obama 500 Millionen US-Dollar in den Green Climate Fund investiert, den Klimafonds der UN. Hinzu kommt, dass die neue Leitung der EPA offenbar dabei ist, den Begriff „Klimawandel“ von der Website zu entfernen.

Unter US-Wissenschaftlern hat sich bereits Widerstand formiert: Für den 22. April planen sie einen weltweiten „March for Science“, um die Erkenntnisse zur globalen Klimaerwärmung zu verteidigen und gegen Trumps’ in ihren Augen wissenschaftsfeindliche Politik zu demonstrieren. „Wir fordern Investitionen in die Wissenschaft im Sinne des Gemeinwohls“, heißt es in einem Statement der Gruppe. Die politischen Entscheidungsträger sollten sich für „evidenzbasierte“ Gesetze im öffentlichen Interesse einsetzen. Eine US-Regierung, die die Wissenschaft ihrer ideologischen Agenda opfere, sei gefährlich für die Welt. Am 29. April soll in Washington außerdem einen „Marsch für Klima, Gerechtigkeit und Arbeitsplätze“ stattfinden.

Jutta Maier
Keywords:
Donald Trump | USA | EPA | Klimaschutz | Klimawandel | Kürzungen
Ressorts:
Governance

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