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29.11.2017

Zuliefererforum Brasilien & Kolumbien

Lateinamerika ist für die deutsche Zuliefererindustrie ein spannender Markt.

Brasilien ganz besonders. Die Lieferungen von Maschinen und Anlagen – viele davon aus dem Energiebereich –, von chemischen Erzeugnissen und Transportmaterial machen rund drei Viertel der deutschen Verkäufe aus. Erste Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung Brasiliens haben wir Anfang des Jahres gesehen. Aber während die Amerikaner und Chinesen schon wieder ordentlich im Geschäft mitmischen, lässt Deutschland sich seinen Platz als bisher dritt wichtigstes Lieferland Brasiliens von Argentinien streitig machen. Brasilien bietet sehr viel unerschlossenes Potenzial und wird allein aufgrund seiner Größe wie schon einmal zuvor auch zukünftig ein vielversprechender Wachstumsmarkt sein.  Gerade erst hat die Regierung Temer 55 Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energie, öffentliche Versorgung, Telekommunikation sowie Erdöl und Bergbau in einem umfangreichen Konzessions- und Privatisierungsprogramm vorgestellt. Beim Import von Agrarchemikalien, Landmaschinen und Verpackungsmaschinen für die Nahrungsmittelindustrie findet gerade eine starke Entwicklung statt. Große Lieferchancen für deutsche Unternehmen – wenn sie nicht zu lange warten.

Auch Kolumbien ist für die deutsche Zuliefererindustrie attraktiv – als überregionaler Standort aufgrund seiner günstigen geographischen Lage zu Pazifik und Atlantik, einem zollfreiem Marktzugang für die allermeißten Waren, die für die USA und die Europäischen Union bestimmt sind, im regionalen Vergleich sehr guten geschäftlichen Rahmenbedingungen und großem Rohstoffreichtum. Der Autobahnausbau, zahlreiche öffentliche Investitionen auf regionaler und Gemeindeebene, nämlich für Krankenhäuser, Flughäfen und Häfen, Metrolinien oder Kläranlagen bieten deutschen Unternehmen in diversen Bereichen ausgezeichnete Lieferchancen. Auch Zulieferer aus Öl- und Bergbauindustrie sollten die Erholung der Branche im Auge behalten.

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