Finanzspritze
10.07.2017

Tepco und Innogy investieren in Blockchain-Start-up

Das Essener Start-up Conjoule verbindet lokale Solarstromerzeuger und Abnehmer. Die RWE-Ökostrom-Tochter Innogy und der japanische Atomstromkonzern finanzieren die Entwicklung.

Das Essener Start-up Conjoule hat eine erste Eigenkapitalspritze in Höhe von 4,5 Millionen Euro von dem japanischen Atomstromkonzern Tepco (Tokyo Electric Power Company) und dem deutschen Risikokapitalinvestor Innogy Innovation Hub erhalten. Conjoule baut derzeit eine Handelsplattform aus, mit der private Erzeuger von Solarstrom diesen direkt in ihrer Nachbarschaft verkaufen können.

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Das Unternehmen betreibt dazu ein Modellprojekt in Essen und Mühlheim im Ruhrgebiet und wirbt um weitere private Stromerzeuger, die mit ihrem grünen Strom lokal ansässige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen möchten: beispielsweise Schulen, Wasserwerke oder Supermärkte. Die privaten Anbieter könnten dabei mehr als die übliche Einspeisevergütung verdienen, da wegen der kurzen Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher die üblichen Leitungsverluste entfielen, heißt es.

"Lokale Stromgemeinschaft"

Die Handelsplattform setzt das innovative Blockchain-Verfahren ein, bei dem zu jedem Zeitpunkt der gesamte Verlauf einer Transaktion und ihrer Vorgängertransaktionen dokumentiert ist. Dadurch wird der Mehrfachverkauf von Ökostrom verhindert. Conjoule will mit seinem Netzwerk den Energiemarkt transparent machen und Zugangshürden für private Marktteilnehmer abbauen. Werbebotschaft: „Werden Sie Teil der lokalen Stromgemeinschaft.“

Shin-ichiro Kengaku, bei Tepco verantwortlich für Zukunftsinvestitionen, erklärte das Interesse des japanischen Konzerns ganz nüchtern: „Wir wollen sicherstellen, dass wir bei der Transformation der Energiewirtschaft dabei sind.“

Thomas Bauer
Keywords:
Innogy | RWE | Blockchain | Start-up | Finanzierung | Solarstrom
Ressorts:
Finance

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