Energieerzeugung
12.09.2017

Stadtwerke investieren wieder mehr in Kraftwerke

Creative-Commons/HansPeter
Heizkraftwerk der Stadtwerke Bochum.

Nach einer Phase der Unsicherheit steigen die Investitionen der Stadtwerke in den eigenen Kraftwerkspark wieder an. Zuletzt hatten einige von ihnen Finanzprobleme.

Stadtwerke waren lange die Goldesel der Kommunen. Seit einiger Zeit stehen sie allerdings unter Druck: Wettbewerb und Energiewende zehren an Gewinnen und Kreditwürdigkeit, wie eine Recherche von bizz energy im aktuellen September-Heft zeigt. Nichts desto trotz ziehen die Investitionen in die eigenen Kraftwerkssparten bei den Stadtwerken wieder an. Dies ergab eine jährlich vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) unter seinen Mitgliedern durchgeführte Umfrage.

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2016 haben die Stadtwerke 6,33 Milliarden Euro in ihren Kraftwerkspark investiert, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent. Das ist das größte Investitionsvolumen seit 2011, als noch 8,6 Milliarden Euro investiert wurden.

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der elektrischen Gesamtleistung der Stadtwerke stieg 2016 um rund 19 Prozent auf 17,5 Prozent. Dabei nahm die installierte Leistung im Vergleich zu 2015 um fast 800 Megawatt auf rund 5000 Megawatt zu.

Verlässlicher Rahmen gefordert

Eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang spielt die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Ihr Anteil am kommunalen Kraftwerkspark stieg 2016 auf 41,1 Prozent der Erzeugungskapazität. 2015 lag sie bei 39,9 Prozent.

VKU-Geschäftsführerin Katherina Reiche sieht daher in diesem Bereich Handlungsbedarf für die Politik: „Die nächste Bundesregierung muss dafür sorgen, dass wir verlässliche Rahmenbedingungen für die Energieerzeugung haben. Die Kraft-Wärme-Kopplung, die hoch effizient und nachhaltig Strom und Wärme erzeugt, muss weiter wirtschaftlich betrieben werden können.“

Dieser Handlungsbedarf ergibt sich auch aus einer Regelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG): Wie die Energieagentur NRW meldet, soll ab 2018 für Kraft-Wärme-Kopplungs-Bestandsanlagen und für ältere Bestandsanlagen, die erneuert oder ersetzt wurden, die Befreiung von der EEG-Umlage für den erzeugten, selbst verbrauchten Strom wegfallen.

Mit welchen Schwierigkeiten die Stadtwerke zu kämpfen haben, lesen Sie in der September-Ausgabe von bizz energy. Unser Magazin ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel, bei unserem Abonnentenservice unter bizz-energy@pressup.de oder als E-Paper im iKiosk erhältlich.

Carsten Kloth
Keywords:
Kraft-Wärme-Kopplung | Stadtwerke
Ressorts:
Finance

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