China
13.11.2017

Shenzhen stellt zu 100 Prozent auf E-Busse um

Foto: Creative Commons
Die chinesische Stadt Shenzhen setzt voll auf E-Busse.

Keine Dieselbusse mehr: Die chinesische Großstadt Shenzhen will bis Ende des Jahres die öffentliche Nahverkehrsflotte vollständig auf E-Antrieb umstellen.

Viele Städte in China leiden unter rekordverdächtigen Umweltbelastungen und setzen zunehmend auf elektrische Busse. Die Stadt Shenzhen geht nun noch einen Schritt weiter: Bis Ende des Jahres sollen Elektrobusse dort den kompletten öffentlichen Busverkehr ausmachen.

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Dem Informationsdienst Cleantechnica zufolge arbeitet Shenzhen schon seit einiger Zeit auf dieses Ziel hin. Die Stadt habe bereits 14.000 Elektrobusse auf der Straße, nur ein paar hundert Dieselbusse müssten noch ersetzt werden. Sie werden in den letzten zwei Monaten des Jahres stillgelegt.

Autokonzern BYD ist Weltmarktführer

Der Autokonzern und Speicherhersteller BYD stellt 80 Prozent der Elektrobus-Flotte bereit. BYD startete 2011 den Pilotversuch in Shenzhen, einer Großstadt mit zwölf Millionen Einwohnern. BYD hat seine Zentrale in Shenzhen und ist weltweiter Marktführer bei Elektroautos.

China ist nicht das einzige Land, das zunehmend auf Elektromobilität setzt: Frankreich und Großbritannien wollen den Verkauf von Benzin- und Dieselautos bis 2040 beenden – Norwegen bereits bis 2025. Aber das Vorhaben, in den nächsten Jahren zu 100 Prozent auf Elektrobusse umzusteigen, ist bislang einmalig.

China steht dabei unter Druck: es muss die Luftverschmutzung dringend eindämmen. Das Land ist der größte Emittent von Treibhausgasen. Im Jahr 2016 in China verkaufte Fahrzeuge emittierten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation 44,7 Millionen Tonnen Schadstoffe.

Lesen Sie hier, wie auch deutsche Kommunen zunehmend auf Elektroantriebe setzen.

Carsten Kloth
Keywords:
E-Busse | Elektromobilität | China
Ressorts:
Governance | Technology

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