Elektromobilität
03.03.2015

Neue Hoffnung für E-Mobilität

Autohersteller zeigen sich auf dem Autosalon in Genf vorsichtig optimistisch. Daimler Chef Zetsche präsentierte sich unbeeindruckt von der drohenden E-Auto-Konkurrenz durch Apple und Google.

In den vergangenen Jahren hatten sich die deutschen Autohersteller aufgrund geringer Absatzzahlen - und zuletzt in Folge der niedrigen Energiekosten - aus dem Geschäft mit den Stromern zurückgezogen. VW beispielsweise engagierte sich zweitweise ausschließlich bei den Hybriden.

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VW-Chef Martin Winterkorn will aber weiter auf die E-Mobilität setzen. „Dieses Thema E-Fahrzeuge wird kommen,“ sagte er bei der Eröffnung des Genfer Autosalons am 3. März.

Daimler-Lenker Dieter Zetsche verwies in Genf auf die 7-Jahres-Zyklen der Autoindustrie, wo Technologien mitunter 14 oder 21 Jahre brauchen könnten, um stark und relevant zu werden. „Das Auto wird Schritt für Schritt elektrischer.“ Es gebe Zwischenetappen vom Starter-Generator über Plug-in-Hybrid oder Range Extender bis hin zum reinen Batteriewagen.

Mit Seitenblick auf die drohende Konkurrenz aus der IT-Branche sagte Daimler Chef Dieter Zetsche: "Wir heißen jeden Wettbewerber willkommen, wir haben keine Angst. Wir vertrauen auf unsere eigenen Stärken." BMW-Vorstandsmitglied Peter Schwarzenbauer billigte Google, Apple und Co. zu, etwa Online-Dienste für Autos liefern zu dürfen. Funktionen, die unmittelbar mit Mobilität zu tun hätten, wie zum Beispiel Car-Sharing, dürften die Autobauer aber nicht aus der Hand geben.

In Deutschland haben sich die Voraussetzung für die Nutzung von E-Autos verbessert, was den Herstellern einen neuen Schub geben könnte. Vergangene Woche hatte der Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur dem Gesetzentwurf der Bundesregierung über Privilegien für E-Autos zugestimmt. Demnach dürfen alle Fahrzeuge, die mindestens 30 Kilometer elektrisch fahren können, öffentliche Busspuren nutzen, Standplätze an Ladesäulen reservieren und kostenlos parken.

Dem Verband Deutscher Automobilindustrie (VDA) geht das auch nicht weit genug. VDA-Präsident Matthias Wissmann forderte kürzlich steuerliche Abschreibungen für E-Auto-Käufer.

Redaktion
Keywords:
E-Mobilität | VW | Abschreibungen | VDA | Gesetzentwurf | Genfer Autosalon
Ressorts:
Governance | Technology | Markets

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