Tesla
04.07.2017

Model 3 wird früher ausgeliefert als erwartet

Foto: Tesla
Das neue Model 3.

Die Produktion des neuen Tesla-Modells soll am Freitag starten, die ersten Fahrzeuge werden bereits Ende Juli ausgeliefert.

Tesla-Kunden sind lange Wartezeiten gewohnt: Das SUV-Model X etwa kam mit einem Jahr Verspätung auf den Markt. BMW schaltete 2016 in den USA sogar einen Werbespot, mit dem sich die Münchner über die Verspätungen beim Unternehmen von Silicon-Valley-Star Elon Musk lächerlich machten: Unter dem Hashtag „Wait or Drive“ wurde ein Mann gezeigt, der neidisch auf seinen Nachbarn schaut – den Besitzer eines BMW3er Plug-In Hybrid – während er selbst immer noch auf seinen Tesla wartet.

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Kein Wunder also, als die Branche mit Skepsis auf Musks Ankündigung von vergangenem Frühjahr reagierte, die Massenproduktion des Model 3 im zweiten Halbjahr 2017 starten zu wollen. Doch diesmal hat Musk mehr als Wort gehalten: Auf Twitter gab er am Montag bekannt, dass der Stromer in der Tesla-Fabrik im kalifornischen Fremont bereits an diesem Freitag in Serie gehen wird. „Model 3 hat alle regulatorischen Vorgaben zwei Wochen vor dem Zeitplan erfüllt“, schrieb der Unternehmer. Die ersten 30 Fahrzeuge könnten bereits am 28. Juli ausgeliefert werden.

Eine halbe Million Fahrzeuge ab 2018

Die Produktion werde exponentiell gesteigert, so dass bis August 100 und bis September mehr als 1.500 Fahrzeuge die Produktionshallen verlassen würden, twitterte Musk weiter. Von Dezember an könnten dann 20.000 Model 3 pro Monat produziert werden. Geplant ist, vom nächsten Jahr an 500.000 Stück zu fertigen, ab 2020 sind eine Million angepeilt.

Das Model 3 ist mit einem Preis von 35.000 Dollar deutlich günstiger als die bisherigen Teslas, für die Kunden mehr als 100.000 Dollar hinblättern müssen. Das Fahrzeug kommt auf eine Reichweite von 345 Kilometern. Kurz nach seiner Präsentation im Frühjahr 2016 gingen innerhalb von weniger als 24 Stunden 130.000 Vorbestellungen ein, bis heute sollen es mehr als 400.000 sein. Damals rechnete Tesla mit einer Auslieferung nicht vor Ende 2017.

Förderung mit Elektroautoprämie

Die ersten Lieferungen gehen an die amerikanische Westküste, danach liefert Tesla immer weiter ostwärts aus. Im nächsten Schritt kommen die Modelle für Europa und den asiatisch-pazifischen Raum zur Auslieferung. Deutsche Kunden werden wahrscheinlich erst Mitte 2018 mit einem Model 3 rechnen können.

Das Model 3 lässt sich mit der deutschen Elektroautoprämie fördern, die 4.000 Euro für reine Batterieelektrofahrzeuge vorsieht. Teslas jüngstes Model S fiel zunächst nicht darunter, weil es zu teuer war: Der vorgeschriebene Netto-Listenpreis liegt bei maximal 60.000 Euro. Der kalifornische Autobauer kritisierte die deutsche Gesetzgebung und reduzierte daraufhin den Einstiegspreis für das Model S auf rund 69.000 Euro – das entspricht einem förderfähigen Nettopreis von 58.000 Euro. Mit Stand Ende Mai förderte des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bisher 20.627 Fahrzeuge mit der Elektroprämie, darunter 655 Tesla Model S. In Zukunft dürften es deutlich mehr werden.

Jutta Maier
Keywords:
Tesla | Produktionsstart | Model 3 | Elektromobilität
Ressorts:
Technology

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