Maschinenbau
21.10.2013

Maschinenbauer kritisieren Energiepolitik

Tristan Rösler/alphapixels
Neuer VDMA-Präsident Reinhold Festge

Fehlender Netzausbau, steigende Strompreise, schlechte Koordination: Die deutschen Maschinenbauer sehen die Energiepolitik der Bundesregierung mit Skepsis, halten den Atomausstieg aber weiter für richtig. An der Spitze der Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland steht künftig Reinhold Festge.

Auf einem Treffen in Stuttgart veröffentlichte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Energiewende-Barometer. 85 Prozent der befragten Unternehmen sind demnach mit der aktuellen Energiepolitik unzufrieden. Gerade der Netzausbau und die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern kommt bei den Maschinen- und Anlagenbauer mit 90 Prozent besonders schlecht weg. Durch den Anstieg der Stromkosten sehen 37 Prozent der Maschinenbauer ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr.

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Dennoch: Über die Hälfte bewerten die Auswirkungen der Energiewende auf das eigene Unternehmen positiv. „Für die Maschinenbauer stehen die Chancen am Megaprojekt Energiewende weiterhin im Vordergrund“, sagt Thorsten Herdan, Geschäftsführer und Energiepolitischer Sprecher im VDMA. Bei richtig gesetzten Rahmenbedingungen sei die Energiewende ein Motor für Investitionen und Innovationen. An der aktuellen Umfrage haben sich 390 Mitgliedsunternehmen des VDMA  beteiligt. 

VDMA wählt neue Spitze

Neuer Präsident des VDMA ist Reinhold Festge. Er löst Thomas Lindner ab, der den Posten seit 2010 inne hatte.

Festge ist Geschäftsführender Gesellschafter beim Drahtweber und Maschinenbauer Haver & Boecker in Oelde, Münsterland. Das Unternehmen hat weltweit über 2.700 Mitarbeiter und zuletzt einen Umsatz von über 400 Millionen Euro verzeichnet. Zu den Vizepräsidenten des VDMA wurden Karl Haeusgen und Carl Martin Welcker gewählt.

 

 

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