Kapitalerhöhung
24.10.2013

Maschinenbauer Aixtron emittiert neue Aktien

Aixtron

Der Aachener Zulieferer für die Halbleiterindustrie hat 100 Millionen Euro frisches Kapital an der Börse eingesammelt. Das Geld scheint dringend nötig: Im dritten Quartal ging der Aixtron-Umsatz um 25 Prozent zurück.

Der Aachener Zulieferer für die Halbleiterindustrie Aixtron hat an der Frankfurter Börse rund 100 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt und dafür über zehn Millionen neue Aktien an institutionelle Investoren emittiert. Das Geld möchte der Maschinenbauer gezielt in Hochleistungselektronik, organische LEDs und in Produkte für die Siliziumhalbleiterindustrie investieren. Die neuen Aktien sind rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 dividentenberechtigt.

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Mit der Kapitalerhöhung will der Vorstand auch die Bilanz und Liquidität von Aixtron insgesamt stärken. Im dritten Quartal 2013 ging der Umsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über ein Viertel auf 46,2 Millionen Euro zurück. Der Auftragseingang stieg jedoch leicht auf 35,7 Millionen Euro, nach 30,5 Millionen im zweiten Quartal 2012 und 34,5 Millionen im Vorjahreszeitraum. 

Überkapazitäten im LED-Markt

Trotzdem sieht der Vorstandsvorsitzende Martin Goetzeler Potenzial nach oben: „Die Auftragslage ist noch verhalten, wir nutzen aber die Zeit, um das Unternehmen weiter an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen.“ Aixtron leidet derzeit etwa unter dem Abbau von Überkapazitäten in der LED-Industrie.

Mit 2,9 Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im dritten Quartal 2013 erstmals wieder im Plus, nach einem Minus von fast 80 Millionen Euro im Vorjahr. Zum positiven Ergebnis trugen allerdings auch Sondereffekte wie etwa die Verwertung von Bauteilen aus Überbeständen bei. 

 
Daniel Seeger
Keywords:
Photovoltaik | Banken und Finanzinvestoren | Maschinen- und Anlagenbau
Ressorts:
Finance | Markets

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