Finance
03.07.2017

KfW gründet Tochter für Start-up-Finanzierung

Foto: istockphoto/Bernd Wittelsbach
KfW-Hauptsitz in Frankfurt am Main

Die staatliche Förderbank legt einen zwei Milliarden Euro schweren Fonds für schnell wachsende Technologiefirmen auf. Auch Cleantech-Start-ups sollen von der Risikofinanzierung profitieren.

Deutschen Jungunternehmen fehlt es selten an guten Geschäftsideen, aber oft an risikobereiten Kapitalgebern. Viele kommen deswegen über die Startup-Phase nicht hinaus. Die Venture-Capital-Lücke wird in Deutschland auf 500 bis 600 Millionen Euro jährlich geschätzt.

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Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium haben deswegen der staatlichen Förderbank KfW grünes Licht gegeben, Risikokapital für Startup-Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Die KfW gründet hierzu nun eine Tochter, die von 2018 an in Venture-Capital-Fonds investiert. Diese wiederum beteiligen sich an jungen, technologieorientierten Unternehmen in Deutschland und stärken dadurch deren Kapitalbasis. Die neue KfW-Tochter soll in den kommenden zehn Jahren rund zwei Milliarden Euro für wachstumsorientierte Hightech-Firmen zur Verfügung stellen, beziehungsweise rund 200 Millionen Euro jährlich.

Auch Cleantech im Blick

Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, sagte zum Gründungsbeschluss: „Wir schaffen die Voraussetzung dafür, das Ökosystem für Wachstumsfinanzierungen in Deutschland weiter zu stärken.“ Die KfW hat bei der Risikofinanzierung auch den Bereich Cleantech im Blick. Die Förderbankengruppe hat 2016 rund 35 Milliarden Euro für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Umweltschutz zugesagt, was einer Umweltquote von 44 Prozent entspricht. Diese Zusagen seien aber fast ausschließlich Kreditmittel gewesen. Durch die Gründung der neuen Gesellschaft verbessere man nun auch auf der Ebene des Eigenkapitals das Angebot.

Auch Investitionen in sogenannte Venture Debt Fonds werden möglich sein. Diese Fonds stellen Unternehmen Fremdkapital zur Finanzierung ihrer risikoreichen Expansionsphase zur Verfügung. Die neue KfW-Tochter soll auch das bereits bestehende Risikokapital-Engagement der Mutter übernehmen, etwa im High-Tech Gründerfonds, im Venture-Capital-Fonds Coparion sowie im Programm ERP-Venture Capital-Fondsinvestments.

Thomas Bauer
Keywords:
Finance | KfW | Start-ups | Risikokapital | Beteiligungsfinanzierung
Ressorts:
Finance

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