Klimaschutz
11.10.2017

Kalifornien sind Gaskraftwerke zu schmutzig

Foto: iStock/Amankris
Kalifornien will Gaskraftwerke nicht länger mit Steuermitteln unterstützen.

Die Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen im US-Bundesstaat Kalifornien hat sich gegen die Modernisierung eines Gaskraftwerks ausgesprochen und fordert stattdessen den Ausbau erneuerbarer Energien und von Stromspeichern.

Während die heftigsten Waldbrände seit Jahren toben, verweigert Kalifornien die Sanierung eines Gaskraftwerks des Versorgers Southern California Edison mit Steuermitteln. Die Aufsichtsbehörde California Public Utilities Commission votierte einstimmig gegen die Sanierungspläne und begründete dies damit, dass Southern California Edison die Möglichkeit habe, mehr Solarenergie und Energiespeicherlösungen zu installieren. Die Aufsichtsbehörde kündigte zudem an, eine bereits erteilte Genehmigung zum Bau eines anderen Gaskraftwerks zu überprüfen.

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"Zu diesem Zeitpunkt sollten wir, wenn es keine zwingenden Umstände gibt, alle unsere Investitionen in Infrastruktur und Energie auf saubere Energien richten", begründete Clifford Rechtschaffen, einer der Kommissionsmitglieder, den Beschluss.

Umweltlobby setzt sich durch

Vor der Entscheidung hatte die Umweltlobby Clean Coalition der Aufsichtsbehörde eine Studie vorgelegt, der zufolge das Gaskraftwerk in Orange County durch eine kostengünstigere Stromversorgung mittels Photovoltaik und Stromspeichern komplett ersetzt werden können. Die Umweltlobby argumentierte auch damit, dass ein Gaskraftwerk wegen der hohen Luftverschmutzungsauflagen rund 450 Stunden jährlich seine Leistung nicht erbringen könne.

Nicht nur Kalifornien setzt in den USA auf Klimaschutz. Lesen Sie hier, wie eine Gemeinde in Florida Solaranlagen für Neubauten verordnet.

Thomas Bauer
Keywords:
Klimaschutz | Kalifornien | USA
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