Wasserstoff
07.03.2017

Japan: Toyota schickt ersten Brennstoffzellen-Bus auf die Straße

Foto: Toyota
Der Brennstoffzellen-Bus aus Japan.

Bis zu den Olympischen Spielen 2020 will der Autobauer 100 Fahrzeuge für den Nahverkehr in Tokio ausliefern. Unterstützung kommt dabei von ganz oben.

Toyota setzt auf Wasserstoff. Soeben hat der Autobauer seinen ersten Brennstoffzellenbus ausgeliefert. Bestellt hat ihn die japanische Hauptstadt Tokio, teilt der Konzern mit. Noch in diesem Monat solle ein zweites Fahrzeug für den Einsatz in der neun Millionen Einwohner Metropole folgen. Statt gesundheitsschädlicher Abgase stößt das Fahrzeug nur Wasser aus.

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Das Bus-Modell basiert auf dem Toyota Mirai, dem ersten serienreifen Brennstoffzellen-Pkw von Toyota. Allerdings sind in dem sogenannten FC Bus zwei Brennstoffzellen verbaut. Jede treibt einen Elektromotor in dem 10,5 Meter langen Fahrzeug an, in dem 77 Fahrgäste Platz finden.

Die Brennstoffzelle lässt sich nach Angaben des Herstellers auch als externe Energiequelle nutzen. Beispielsweise könne sie bei einem Stromnetzausfall nach einem Tsunami oder einem Erdbeben die Notstromversorgung von Krankenhäusern oder Behörden übernehmen. Zusätzlich zu Bussen und Pkw entwickelt Toyota auch Gabelstapler mit Brennstoffzelle.

 

Premierminister Abe setzt auf die Wasserstoffwirtschaft

Die beiden emissionsarmen Busse sollen erst der Anfang sein. Bis zu den Olympischen Spielen 2020 will der Autobauer rund um Tokio mit 100 solcher Fahrzeuge unterwegs sein. Sie sind Teil einer großangelegten Werbefahrt für Wasserstoff (H2) und Brennstoffzelle.

Toyota kann bei seiner Offensive auf ein milliardenschweres Förderprogramm hoffen. Premierminister Shinzō Abe hat angekündigt, bis 2020 rund 400 Millionen US-Dollar in Wasserstoff tankende E-Autos und den Aufbau der entsprechenden Infrastruktur zu investieren. Bei der Anzahl installierter Wasserstofftankstellen ist Japan im internationalen Vergleich derzeit Spitzenreiter. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik und TÜV Süd 45 der 92 weltweit existierenden H2-Tankstellen in Japan aufgestellt – so viele wie in keinem anderen Land. 

Premierminister Abe treibt damit seine persönliche Vision voran: Er will sein Land in die Wasserstoffwirtschaft führen. Wasserstoff sei der Schlüssel für eine sichere Energieversorgung und im Kampf gegen die globale Erwärmung, zitiert ihn der Nachrichtendienst Bloomberg. „Dank der Deregulierung steht die Wasserstoffwirtschaft der Zukunft in Japan kurz vor dem Durchbruch“, sagte Abe demnach.
Schon beim G7-Gipfel im Sommer vergangenen Jahres hatte Abe mit seiner Vision geworben. Damals ließ er die Staats- und Regierungschefs in einem Elektroauto mit Batterie oder Brennstoffzelle vorfahren.

Jana Kugoth
Keywords:
Wasserstoff | Brennstoffzelle | Japan | Toyota | Bus | Pkw
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Kommentare

So denkt man in die Zukunft! Hochachtung !!!
Autos ohne schädliche Emissionen sollen unseren Traum sein.
Die Elektroautos können im Endeffekt genau so schädlich sein wie
die die Benzin benutzen !

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