Internationale Presseschau
27.05.2014

Französischer Atomstrom teuerer als bisher gedacht

depositphotos
Kernkraftwerk Saint-Laurent, Frankreich

Der französische Rechnungshof hat seine Erwartungen zu den Kosten für die Stromproduktion per Kernenergie um rund ein Fünftel auf sechs Cent pro Kilowattstunde erhöht. Unter optimalen Bedingungen ist die Windenergie an diesem Wert schon nah dran.

Der französische Rechnungshof hat seine Erwartungen zu den durchschnittlichen Kosten bei den Kernreaktoren des heimischen Betreibers EDF um rund ein Fünftel erhöht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, stiegen von 2010 bis 2013 in den 58 Reaktoren des französischen Betreibers EDF die Stromgestehungskosten von fünf auf sechs Eurocent pro Kilowattstunde. Die Behörde untersuchte dabei die durchschnittlichen Kosten der Anlagen für die Dauer ihrer 40-jährigen Laufzeit vom Bau bis zum Abriss. 

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Vor allem die Kosten für Wartung und Instandhaltung hätten sich seit der letzten Untersuchung 2012 mehr als verdoppelt. Dazu hätte sich aber auch der Betrieb der Anlagen, die Rohstoffe (zumeist Uran) sowie der Aufwand für Personal verteuert.

Frankreich bezieht seine Energie fast vollständig aus der Kernenergie. Das Hauptargument dafür waren bislang immer die niedrigen Kosten. Die liegen laut Reuters auch nach dem aktuellen Bericht noch unter denen der Onshore-Windenergie (6-10 Cent pro KWh), der Photovoltaik (11-55 Cent pro KWh) oder von Gas- und Kohlekraftwerken (7-10 Cent pro KWh). Jedoch könnten die Kosten zum Beispiel bei der Instandhaltung auch künftig weiterhin steigen. 

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Daniel Seeger
Keywords:
Internationale Presseschau | Kernenergie | AKW | Frankreich
Ressorts:
Technology | Markets

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