E-Mobilität
14.09.2017

Ex-Opel-Chef Forster bringt Londoner E-Taxis nach Europa

Foto: LEVC
Elektrotaxi der London EV Company.

Der Chairman des britischen Elektrotaxiherstellers LEVC sieht wachsenden Bedarf in Europas Großstädten ­– auch in Berlin. bizz energy traf Forster auf der IAA in Frankfurt.

Ein alter Bekannter mischt den Markt für Elektrofahrzeuge von London aus auf: Carl-Peter Forster, langjähriger Vorstandsvorsitzender von Opel, danach CEO des indischen Tata-Konzerns und heute Chairman des Londoner E-Taxi-Produzenten LEVC, der zum chinesischen Geely-Konzern gehört.

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Im Gespräch mit bizz energy erläutert Forster sein Geschäftsmodell so: Rund 2000 Taxis werden im Schnitt jedes Jahr in der britischen Hauptstadt neu zugelassen. Viele davon werden künftig E-Modelle des Quasi-Monopolisten LEVC sein, denn ab 2018 müssen Taxis „zero emission capable“ sein, also 35 Meilen emissionsfrei fahren können, um eine Taxilizenz zu erhalten. Diese Regelung setzte der heutige britische Außenminister Boris Johnson vor vier Jahren durch,­ als er noch Oberbürgermeister von London war – der Geburtsstadt des deutschen Topmanagers Forster.

Forster setzt zudem auf Export: Gerade erst hat er einen Liefervertrag über 225 E-Taxis mit der Stadt Amsterdam abgeschlossen. Auch Edinburgh, Rotterdam, Oslo und Stockholm haben Interesse bekundet. „Und es hat bereits Gespräche mit Berliner Interessenten gegeben“, verrät Forster. Auch Stuttgart, das demnächst die ersten Diesel-Fahrverbote in Deutschland verhängen könnte, ist laut Forster ein offensichtlicher Absatzmarkt für emissionsfreie Taxis.

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die diese und nächste Woche in Frankfurt/Main stattfindet, besitzt LEVC einen Stand auf der „New Mobility World“, einer Zukunftsshow im Rahmen der IAA.

LEVC gehört zum chinesischen Geely-Konzern, der auch die schwedische Automarke Volvo besitzt. Derzeit produziert LEVC seine E-Taxis in Coventry, errichtet aber derzeit eine Fabrik in China, um von dort aus den Geely-Heimatmarkt zu bedienen.

Joachim Müller-Soares
Keywords:
E-Mobilität | London | IAA 2017
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