Grünstrom
10.01.2017

Erneuerbare Energien: Greenpeace vergibt Bestnoten an Apple, Google und Facebook

Foto: Wikipedia/ Usina Fotovoltaica

Apple belegt im Öko-Ranking der Internetkonzerne das dritte Jahr in Folge den Spitzenplatz. Weniger gut schneiden indes die Tech-Konzerne aus Asien ab.

Beim diesjährigen Greenpeace-Ranking der IT-Dienstleister heißen die Gewinner Apple, Facebook und Google. Bei diesen drei Unternehmen steige die Versorgung mit erneuerbaren Energien parallel zum Unternehmenswachstum oder übertreffe diese noch, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Report. Demnach ist Apple mit einem Ökostromanteil von 83 Prozent führend. Mit 67 Prozent belegt Facebook den zweiten Platz, gefolgt von Google mit 57 Prozent. Auch im Bereich der Energieeffizienz bescheinigt Greenpeace den Konzernen Apple, Google und Facebook Bestnoten. 

Anzeige*

Laut Greenpeace werden alle Rechenzentren weltweit bereit ab 2018 den Stromverbrauch Deutschlands übertreffen. Für ihren Report „Grüner Klicken" analysierte die Umweltorganisation insgesamt 15 Unternehmen.  „Schon jetzt verbrauchen Internetnutzer beim Streamen von Musik und Filmen gigantische Mengen an Strom“, kommentiert Niklas Schinerl, Greenpeace-Experte für Energie. „Wäre das Internet ein Land, so hätte es weltweit den sechstgrößten Stromverbrauch.“  

 

Schechte Noten für Webgiganten aus Asien

Amazon Web Services (AWS) stellt Greenpeace ein schlechtes Zeugnis aus. Auf den Servern des Webanbieters liegt beispielsweise die Musik des Streamingdienstes Spotify. Dort wird der Großteil des Stroms noch immer durch Fossile gedeckt: 30 Prozent stammen aus Kohlekraft, 26 Prozent liefern Atomkraftwerke und 24 Prozent Strom kommen aus Gaskraftwerken. Erneuerbare Quellen decken nur 17 Prozent.

Asiatische IT-Riesen schneiden ebenfalls schlecht ab. Sie liegen abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Der chinesische Online-Riese Alibaba kommt mit 24 Prozent Grünstromanteil nur auf Platz acht, ebenso hoch ist der Anteil bei den neunt- und zehnplatzierten – dem chinesischen Sofotnachrichtendienst Tencent und der Suchmaschine Baidu. Schlusslicht bildet die südkoreanische Suchmaschine Naver, bei dem erneuerbare Quellen nur zwei Prozent des Strombedarfs decken. Greenpeace bemängelt die fortgesetzte Intransparenz, was den Energiebedarf und die Stromversorgung derer Datenzentren anbelangt. Das gefährde die langfristige Nachhaltigkeit des Sektors „nach wie vor erheblich“, kritisiert die Organisation, insbesondere, da einige „der intransparentesten Unternehmen wie AWS, Tencent, LG CNS und Baidu gleichzeitig zu den dominantesten im jeweiligen Markt zählen.“

 

Die Redaktion
Keywords:
Google | Facebook | Alibaba | Asien | Apple | Grünstrom | Greenpeace
Ressorts:
Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

bizz energy September-Ausgabe 2017

Die neue bizz energy gibt es ab sofort am Kiosk oder bei unserem Abonnentenservice unter bizzenergy@pressup.de.

 
 

bizz energy Research

Individuell zugeschnittene Studien
und differenzierte Analysen sowie
kurze Reports.


Weitere Informationen finden Sie auf der Website von bizz energy Research