Frage des Monats
17.02.2017

"Ein Durchbruch auf der Straße ist (noch) nicht in Sicht“

Foto: DUH
Jürgen Resch ist Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe DUH.

"Steht die Elektromobilität 2017 vor dem Durchbruch?", lautet im Februar die Frage des Monats von bizz energy. Experten aus Politik und Wirtschaft haben geantwortet. Lesen Sie hier die Antwort von DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Der Verkehrssektor mit dem kurzfristig größten, technisch ausgereiften Potenzial ist die Elektrifizierung der Eisenbahn. Doch aktuell sind in Deutschland weniger als 60 Prozent der Schienenstrecke elektrifiziert, damit liegt Deutschland sogar noch hinter Polen und Spanien. Eine Entscheidung der Bundesregierung, bis 2030 es der Schweiz gleichzutun und 100 Prozent der Schienenstrecke zu elektrifizieren, ist überfällig. Angesichts über 10.000 vorzeitigen Todesfälle durch das Dieselabgasgift NO2 müssen zudem Dieselbusse ausgemustert und idealerweise durch Oberleitungs-Hybridbusse ersetzt werden. Der Durchbruch für Elektrotaxis fällt leider in diesem Jahr aus, weil die Bundesregierung durch eine Gesetzesänderung faktisch die Zulassung von Elektro-Pkw als Taxis unmöglich gemacht hat. Das ist ein weiterer Schildbürgerstreich der Bundesregierung, der den Durchbruch der E-Mobility auf der Straße hinauszögern wird – zur großen Freude der Autokonzerne, die in immer leistungsstärkere und im Realbetrieb extrem schmutzige Verbrennungsmotoren investieren. Schließlich fehlen Schnell-Ladesäulen. Wer sich keinen Tesla leisten kann und auf öffentlich zugängliche Ladepunkte angewiesen ist, muss viel Geduld mitbringen, wenn ihm überhaupt ein (zumeist über Stunden dauernder) Ladevorgang gelingt. Ein Durchbruch auf der Straße ist also (noch) nicht in Sicht.

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Die Antwort vom VCD-Bundesvorsitzenden Wasilis von Rauch lesen Sie hier.

Die Antwort von VDA-Präsident Matthias Wissmann lesen Sie hier.

 

Keywords:
Elektromobilität | Frage des Monats | DUH | Dieselabgasskandal
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