Rohstoffe
03.05.2016

E-Mobilität und Batteriebedarf provozieren Preiskrieg um Lithium

Foto: Wikipedia
Heiß begehrt: Die Preise für Lithium schnellen nach oben.

Während der Ölpreis weiter auf niedrigem Niveau dümpelt und auch andere Rohstoffe heftige Preisverluste verzeichnen, erlebt Lithium einen Höhenflug. Das sehr leichte Alkalimetall profitiert von der Elektromobilität und den Investitionen in Batteriespeicher, auch für den Stromsektor.

 

Anzeige*

Gleichzeitig sind die verfügbaren Produktionskapazitäten in den Hauptförderländern Chile, Australien und China eng begrenzt. Das treibt den Preis nach oben – zuletzt innerhalb weniger Wochen um 130 Prozent auf 14.000 Dollar pro Tonne.

Auch wenn Schätzungen über die verfügbaren Reserven weit auseinandergehen, ist Lithium global ein recht gut verfügbarer Rohstoff. Für die Ausbeute und Aufbereitung sind allerdings Milliardeninvestitionen notwendig.

Lithium könnte am Anfang eines aufstrebenden Preiszyklus stehen. Zwar sind in den vergangenen Jahren durchaus neue Unternehmen in das Oligopol der etablierten Produzenten eingedrungen. Doch besonders das staatliche Förderprogramm in China hat dazu geführt, dass sich die Hersteller von Batterien zur Lieferung an Autobauer mit hohen Mengen eindecken müssen. Denn Lithium-Ionen-Zellen sind auf absehbare Zeit die leistungsfähigste Batterietechnologie.

Für Tesla-Gründer Elon Musk könnte Lithium gar zur Schicksalsfrage werden. Teslas Giga-Factory in Nevada, die nicht nur die Batterien für den E-Auto-Massenmarkt herstellen soll, sondern auch Heim-Akkus für Solaranlagen, ist laut Financial Times noch nicht ausreichend mit Lithium-Lieferverträgen ausgestattet. Nun ist der Einstieg in die Batterie-Produktion deutlich teurer als vor einigen Monaten. Es ist eben wie in vielen Boomsektoren: Der große Erfolg strapaziert die Lieferketten und verzögert das Wachstum deutlich.

Jakob Schlandt
Keywords:
Akkus | Batterien | Elektromobilität | Chile | Australien | China | Lithium
Ressorts:
Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

bizz energy Dezember 2017/Januar 2018

Die aktuelle Ausgabe gibt es ab sofort am Kiosk oder bei unserem Abonnentenservice unter (Mail:bizzenergy@pressup.de) sowie als E-Paper bei iKiosk oder Readly.

 
 

bizz energy Research

Welche Stellschrauben können Sie drehen, um Ihren Bestandswindpark zu optimieren?
Mithilfe des interaktiven Datentools von bizz energy Research sehen Sie die Effekte auf den Netto-Cashflow.


Link zum Cashflow-Rechner von bizz energy Research