Offshore
28.08.2017

Deutlich mehr Windstrom aus der Nordsee

Foto: Tennet
Anschluss-Station für den Nordsee-Windpark Borwin 1

Der Netzbetreiber Tennet hat im ersten Halbjahr 50 Prozent mehr Strom aus Nordseewindparks erhalten als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das Unternehmen rechnet mit weiterem Zuwachs.

7,8 Terawattstunden Strom flossen zwischen Januar und Juni dieses Jahres aus Windparks in der deutschen Nordsee in die Leitungen des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Das sei eine Steigerung um 50 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 und entspreche bereits 72 Prozent des eingespeisten Nordseestroms im gesamten Jahr 2016, teilt das Unternehmen mit.

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Den Anteil des Stroms aus Nordseewindparks am gesamten Windstrom in Deutschland beziffert Tennet für das erste Halbjahr auf 16,5 Prozent. Tennet-Vorstandsmitglied Lex Hartman erwartet einen weiteren Anstieg, da das Unternehmen bis 2019 drei weitere Netzanschlüsse für Nordseewindparks in Betrieb nehmen will.

Wirtschaftlichkeit steigt

„Die Kosten für Windparks und Anschlusssysteme werden sinken“, sagt Hartman. Er rechnet deshalb mit zunehmender Wirtschaftlichkeit der Offshore-Stromgewinnung. Bis 2019 sollen nach Tennet-Plänen weitere vier Netzanschlüsse hinzukommen.

Derzeit betreibt das Unternehmen neun Anschlusssysteme für Nordseewindstrom. Sie speisen Energie aus gegenwärtig 15 Windparks ein. Vier weitere Parks sind im Bau, mehr als 30 in Planung.

Christian Schaudwet
Keywords:
Offshore | Tennet | Nordsee | Windenergie
Ressorts:
Markets

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